7 DINGE, DIE ICH ÜBER HAARE GELERNT HABE

Während meiner geschlagenen 4 Stunden beim Friseur, hatte ich nebenbei noch eine Menge Zeit um mich einmal ausgiebig mit meinem Friseur über das Thema Haare zu unterhalten. Ich erzähle euch mal, was ich so neues gelernt habe:

 

7 Dinge, die ich beim Friseur über Haare gelernt habe:

 

1. Proteine sind der Grundbaustein der Haare: oder auch besser bekannt als Keratine, ein Faserprotein. Durch Färben oder Blondieren wird die Haarstruktur zerstört und die Haare brauchen wieder Proteine um sich zu „reparieren“. Daher sind nach dem Färben vor allem Pflegeprodukte mit hohem Keratingehalt enorm wichtig. Viele Drogerieprodukte enthalten leider gar kein oder nur einen geringen Prozentsatz an Keratin, sodass man hier lieber zu einer hochwertigeren Pflege greifen sollte, die leider auch dementsprechend kostet.

2. Blondierte Haare sind wie ein Schweizer Käse. Ich muss zugeben, bei diesem Satz musste ich auch erst ein wenig schmunzeln, aber es ergibt Sinn. Die Haare bestehen neben Proteinen auch aus Pigmenten. Die Melanine Eumelanin und Phämelanin sorgen für unsere natürliche Haarfarbe. Eumelanin sorgt für blonde und rote Haare, Phäomelanin für braune und schwarze. Je nachdem in welchem Verhältnis sie vorkommen, entstehen Mischhaarfarben. Blondiert man die Haare, so entzieht man ihnen die Pigmente und es enstehen „Löcher“ in den Haaren, eben wie bei einem Schweizer Käse.

3. Spliss muss man abschneiden. Hier will uns die Werbung immer ein wenig hinters Licht führen, wenn sie uns weismachen will, dass wir unseren Spliss einfach wieder zusammenkleben könnten. Spliss ensteht durch Reibung (zum Beispiel auf der Schulter oder an der Kleidung) und durch chemische Beanspruchung (wo wir wieder bei der Blondierung wären). Sind die Haare einmal aufgespalten, hilft nur abschneiden. Die angeblichen Wundermittel enthalten nur massenhaft Silikone, die die Haare beschweren und und eine glattere Haarstruktur simulieren.

4. Es ist nicht gut, seine Haare zu oft zu waschen: zumindest nicht, wenn man trockene Haare hat. Klar, Waschen ist die Grundvoraussetzung für schöne, glänzende Haare, denn durch das Waschen werden Staub und Schmutzrückstände entfernt, aber zu häufiges Waschen kann die Haare und vor allem die Kopfhaut austrocknen. Auch wenn man fettige Haare hat, sollte man lieber einmal mehr zum Trockenshampoo greifen, denn durch das Waschen wird die Talgdrüsenproduktion angeregt, ergo: die Haare werden noch schneller fettig. Und noch ein Tipp am Rande: Am besten die Haare vor dem Waschen gründlich durchkämmen, so werden z.B. Stylingrückstände entfernt.

5. Nie selbst zur Schere greifen. Spitzen schneiden ist wichtig, das wissen wir alle.  Aber mir der DIY Aktion kann man mehr kaputt machen, als man rettet. Auch beim Spitzen schneiden kommt es auf die Technik und vor allem auf die Schere an. P.S. Wer sich mehr Volumen wünscht, aber seine Länge behalten will, der sollte einfach sein Deckhaar stufen lassen. So kommt Fülle in die Haare und die Länge bleibt erhalten.

6. Vorsicht vor der Blondierung für zu Hause. Das ist nicht nur so ein doofer Spruch von Mama früher, denn sie hatte wie immer vollkommen Recht. Färbt oder tönt man die Haare nach Blondierungen, füllen sich die entstandenen „Löcher“ mit Farbe und es kommt zu einer Farbaddition. Das bedeutet, dass sich die neue Farbe mit den noch vorhandenen Pigmenten in den Haaren mischt. Das kann gut gehen, aber es können auch sehr eigenwillige Ergebnisse dabei entstehen. So kann zum Beispiel ein auf blondierte Haare gefärbtes Aschblond plötzlich zu einem Dunkelbraun werden.

7. Haarkuren immer auf das trockene Haar! Wenn ihr Haarkuren oder -masken benutzt, dann solltet ihr eure Haare nach dem Shampoonieren immer erst ein wenig mit dem Handtuch ausdrücken. Sind die Haare noch nass, so kann die Kur nämlich nicht ihre volle Wirkung entfalten. Vor allem die Haarspitzen sollten handtuchtrocken sein, denn da wird sie immerhin am meisten gebraucht.

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